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Der Egbert-Codex

Thronender Egbert. Copyright: Faksimile-Verlag.
Thronender Egbert. Copyright: Faksimile-Verlag.

Der "Codex Egberti" (StB Hs 24) gehört zu den bekanntesten Handschriften weltweit. Unter dem Trierer Erzbischof Egbert (977-993) entstanden, ist er seit 2004 Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO.
Die Bedeutung des "Codex Egberti" liegt vor allem in seinen etwa 60 Miniaturen. Sie bilden den ältesten erhaltenen ikonographischen Zyklus zum Leben Jesu in einem Buch.
Die Bilder illustrieren Texte der vier Evangelien, die während des Kirchenjahres in der Messe verlesen wurden. Man nennt solche Bücher Perikopenbücher oder Evangelistare. Die Entstehung der kostbaren Handschrift verweist auf die Insel Reihenau mit ihrem berühmten Skriptorium und nach Trier.

Der Trierer "Gregormeister", einer der bedeutendsten Maler der ottonischen Zeit, hat eine Reihe von Abbildungen geschaffen, und auch der Hauptschreiber stammte vermutlich aus Trier. Letztendlich gilt, dass der Kodex zum persönlichen Gebrauch von Erzbischof Egbert, dem Namensgeber der Handschrift, geschaffen wurde.
Die Stadtbibliothek mit ihren unermesslichen Schätzen ist stolz darauf, den "Codex Egberti" zu besitzen.



 
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